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Alte Herren Info
01.03.2010 - 12:57 von Galle

Two faces - Die Mannschaft mit den 2 Gesichtern

In der Öffentlichkeit präsentieren sich die Alten Herren von Adler Frintrop als blitzsaubere Mannschaft, die keine Angriffspunkte liefern. Zu genau ist das Passspiel, zu genau kennen sich die einzelnen Spieler und deren Laufwege.
Man munkelt, dass sie sogar bei den letzten Indoor-darkness-games den ersten Platz gesichert haben, wo im Stockdunkeln nur nach Gehör und Gespür gespielt wird.
Auch auf blanken Eis kann man die Jungs auflaufen lassen, weil sie in ihrem ersten Leben als Polarbären einen selbstbewussten sicheren Auftritt hinlegen können.
Also auf jedem Belag und jeglichen Umwelteinflüssen trotzend eine Eliteeinheit in Sachen Konzeptfußball.


 


Die Wartelisten sind auch im Jubiläumsjahr Kilometer lang, um diesem Team beitreten zu können.

Aber da gibt es noch eine andere Seite. The black one. Düstere und vernebelte Gestalten treffen sich auf unwirklichen Plätzen und spielen ein surreales Spiel namens Fußball. Ohne jegliche taktischen und technischen Raffinessen, immer nur mit den Kopf durch die Wand. Manchmal sogar ganz ohne Kopf, quasi kopflos.
In dieses Team wird man nicht geboren, nur durch konsequentes und permanentes Schlechtspielen wird man an den Ort der Verdammnis verbannt.
Wartelisten gibt es hier nicht, aber jeder für sich erkennt sofort den Moment, wenn er auf dem Sprung zu den "Hellboys" ist.

Am letzten Samstag beim SV Borbeck würde ich sofort im Nachhinein jeden Spieler in der 1. Halbzeit ein paar Flügel an den Rücken tackern.
Engelsgleich verscheuchte das Adler-Team durch tolles Fußballspiel Wolken und Regen und sämtliche Bedenken, gegen Borbeck verlieren zu können.
Zu überlegen und selbstsicher agierten die Adleraner und gingen schon früh durch Geburtstagskind Rainer Nebe mit 1:0 in Führung.
Thommy Lahme änderte seine Feinjustierung am rechten Schussbein und erhöhte auf 2:0, ehe Oliver Genter mit einem Doppelpack vor der Halbzeit zum 4:0 alle Borbecker Hoffnungen zunichte machte.

Anfang des zweiten Abschnittes war deutlich ein kalter Atem im Nacken eines jeden Spielers zu spüren. Die Hellboys riefen mit leiser, aber bestimmter Stimme und die Adler folgten den Lauten.
Fußball fand nicht mehr statt. Die Fähigkeit, im Dunkeln zu sehen, versickerte im roten Morast.
Wollten wir uns für das Pokalspiel am 27.03.2010 schonen ? Waren 4 Tore schon genug ?
Mit viel Glück überstanden wir die ein oder andere heikle Situation, aber dann kam Hellboy Pohl mit den Hörnern nicht mehr an den Ball und der Borbecker hämmerte die Murmel in den rechten Winkel.
Wiedergutmachung war jetzt angesagt und Keeper Holger Walter meinte es zu gut, als er dem SV-Stürmer den Ball vor die Füße legte, um zum 2:4 einzuschieben.
Hätte, wäre, wenn und aber der Foulelfmeter noch gepasst, wäre, hätte es noch mal richtig spannend werden können. Aber Hupe lenkte die Murmel mit schwarzer Magie an die Latte.


Das Gute gewinnt doch eigentlich immer, zumindest doch in den guten Filmen.
Und tatsächlich – 8,36 Minuten vor Schluss flankte Rainer Nebe ein Ecke in den Sechzehner, flitzte hinterher und verwandelte volley mit links? über den verdutzten Torwart hinweg zum 2:5 Endstand.
Ist das überhaupt erlaubt ? Hatte der Schiri diese Aktion realisiert, oder wurde seine Wahrnehmungsfähigkeit manipuliert ? Alle Reklamationen der Borbecker halfen nichts und wurden abgeschmettert.
In der Hölle gelten halt andere Gesetze.

Wollen wir die letzten 40 Minuten vergessen und die Leistung der ersten Hälfte konservieren, damit wir dem BVB Borussia Dortmund am nächsten Samstag Paroli bieten können.

Hier die Hellboys:
Barwig, Genter, Körner, Krocker, Lahme, Miera, Nebe, Neidereck, Pannenbäcker, Pohl, Pracht, Scheffler, Walter.

Mit sportlichen Grüßen
Ralf Pohl
Endlichmalwiederborbeckbezwinger


 


 

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